Glaube und Weltanschauung

Eine Frau mit Kopftuch erhält keinen Zugang zu einem Wahlbüro. Ein junger jüdischer Mann wird auf der Straße belästigt, weil er eine Kippa trägt. Ein Muslim weigert sich, einer Kollegin die Hand zu geben. Eine Hochschule führt eine neue Hausordnungsregel ein, die das Tragen von Kopfbedeckungen verbietet. Dies sind nur einige Beispiele.

Glaube und Weltanschauung

Glaube oder Weltanschauung hängen damit zusammen, ob man an einen Gott (bzw. an mehrere Götter) glaubt oder nicht. Atheismus, Agnostizismus und Laizismus sind also ebenfalls gemeint.

Die Vielfalt an religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen am Arbeitsplatz, in der Schule, in öffentlichen Diensten oder in den Medien ist nach wie vor ein brisantes Thema.

Um den Grundsatz der Religionsfreiheit mit anderen Grundrechten in Einklang zu bringen, insbesondere im Bereich Beschäftigung, plädiert Unia für das Prinzip des ‚größten gemeinsamen Nenners‘. Liegt ein individuelles Anliegen in Zusammenhang mit der Glaubensausübung vor (Ernährung, angepasste Arbeitszeiten ...), so schlägt man eine Lösung vor, die nicht nur dem Antragsteller zugutekommt, sondern möglichst allen nutzt. Auf diese Weise verhindert man Sonderbehandlungen für einen Teil der Bevölkerung.

Die Gesetzgebung zum Schutz vor Rassismus und Diskriminierung bietet die Möglichkeit, Folgendes zu unterbinden:

  • Einstellungsverweigerung oder Entlassung, Mietverweigerung, Rechtsregelungen unter Differenzierung nach religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen: direkte oder indirekte Diskriminierung;
  • Anstiftung zu Hass, Gewalt oder Diskriminierung: Hassreden;
  • Gewalt unterschiedlichster Art, körperliche und verbale Angriffe, Mobbing in der Schule, am Arbeitsplatz, beim Sport, im Internet, in den sozialen Medien: Hassstraftaten.

Was unternimmt Unia?

Unia bekämpft Diskriminierung aufgrund religiöser oder weltanschaulicher Überzeugungen in jedem Bereich, für den sie zuständig ist, indem sie:

  • die diskriminierten Personen berät und begleitet;
  • Informations-, Sensibilisierungs- und Schulungsaktionen durchführt;
  • ein Online-Tool zum Thema religiöse und weltanschauliche Symbole anbietet;
  • die Arbeitgeber über die Antidiskriminierungsgesetzgebung (insbesondere über die Online-Ausbildung eDiv) und über angemessene Vorkehrungen informiert;
  • Empfehlungen an die betreffenden Behörden richtet;
  • sich mit dem Sektor, den Behörden und den Vereinigungen konzertiert.


 

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